Wie du als Fotograf Session-Notizen organisierst
Session-Notizen sind die Informationen, die jedes Shooting einzigartig machen: Kunden-Präferenzen, besondere Personen, Location-Eigenheiten, was funktioniert hat und was nicht. Das Problem ist, dass die meisten Fotografen diese Informationen gleichzeitig an vier verschiedenen Orten speichern — einem E-Mail-Thread, einer WhatsApp-Konversation, einem zufälligen Notizen-Dokument und ihrem Gedächtnis.
Die Herausforderung: Informations-Streuung
Vor einem Shooting sammelst du Informationen von Kunden durch E-Mail-Hin-und-Her, einen Fragebogen oder Gespräche. Bis zum Shooting-Tag hast du möglicherweise relevante Informationen in:
- Einem E-Mail-Thread von vor 3 Wochen
- Einer WhatsApp-Nachricht, die du vage erinnerst
- Einer Notiz, die du an einem zufälligen Tag in deinem Telefon gemacht hast
- Deinem Kopf
Diese Fragmentierung hat reale Kosten. Du erscheinst und erinnerst dich nicht daran, dass der Kunde erwähnt hat, seine Großmutter müsse auf jedem Familienfoto sein.
Was gute Session-Notizen erfassen sollten
Kunden-Präferenzen: Stil-Richtung, Bearbeitungs-Präferenzen, was sie dir über ihre Fotografie-Vorstellungen gesagt haben
Schlüssel-Personen: Namen, Beziehungen, wer auf bestimmten Aufnahmen sein muss, Dynamiken, die man kennen sollte
Location-Details: Adresse, Parken, wichtige Spots, Backup-Plan, Zugangsnotizen
Shooting-spezifische Wünsche: Bestimmte Momente, die sie sich gewünscht haben, spezifische Aufnahmen, die ihnen wichtig sind
Shooting-Ergebnisse (nach dem Shooting): Was gut funktioniert hat, was beim nächsten Mal anders zu machen ist, Follow-up-Punkte
Die strukturierte Lösung: Das Briefing als Session-Protokoll
Ein Shooting-Briefing ist nicht nur ein kunden-seitiges Dokument — es ist auch dein eigenes Session-Protokoll. Wenn du das Briefing vor dem Shooting aufbaust und die Antworten des Kunden sammelst, wird das Briefing zum strukturierten Repository für alle session-relevanten Informationen.
Statt durch E-Mail-Threads und Nachrichtenverläufe zu suchen, öffnest du das Briefing:
- Shot-List → was du geplant hattest zu fotografieren
- Kunden-Antworten → ihre Präferenzen, besondere Personen, Wünsche
- Location-Sektion → wo du warst und warum
Nach dem Shooting füge einige Notizen über das Geschehene hinzu: welche Aufnahmen gelungen sind, was du anders machen würdest, Follow-up-Punkte.
Checkliste für Session-Notizen
- Kunden-Präferenzen vor dem Shooting dokumentiert
- Schlüssel-Personen und Beziehungen notiert
- Location-Details bestätigt und aufgezeichnet
- Spezifische Aufnahme-Wünsche protokolliert
- Post-Shooting-Notizen nach der Session hinzugefügt
- Alle Notizen an einem Ort zugänglich
Häufig gestellte Fragen
Wo sollte ich Session-Notizen aufbewahren? Dort, wo du tatsächlich nachschaust, wenn du sie brauchst — idealerweise am selben Ort, an dem du das Briefing und den Projektstatus aufbewahrst. Lumenys Briefing dient als zentralisiertes Session-Protokoll pro Projekt.
Lohnt es sich, nach dem Shooting Notizen zu machen? Ja. Post-Shooting-Notizen sind wertvoll für Kunden-Beziehungen (wenn sie wieder buchen, kannst du auf das verweisen, was letztes Mal funktioniert hat) und für die berufliche Entwicklung.
Was, wenn ein Kunde mir am Shooting-Tag mündlich Informationen gibt? Notiere es sofort — in den Briefing-Notizen, in deinem Telefon, oder wo auch immer du später darauf zugreifen kannst. Mündliche Informationen, die nicht innerhalb einer Stunde aufgeschrieben werden, überleben selten bis zur Erinnerung.
Wie gehe ich mit wiederkehrenden Kunden um, die eine Session-Historie haben? Rufe ihr vorheriges Briefing auf, bevor du das neue erstellst. Notiere, was sie letztes Mal gesagt haben, was funktioniert hat und welche Präferenzen sie geäußert haben. Mehr dazu: Fotografie-Briefing-Tool.
Ein Ort für alle Session-Informationen
Lumenys Briefing ist sowohl ein kunden-seitiges Dokument als auch dein eigenes Session-Protokoll — so fällt nichts durch die Risse.
Kostenlos startenGeschrieben von Christian Bauer, Gründer von Lumeny und Fotograf mit 10+ Jahren Erfahrung.